Anfänge der „Gründerzeit“

Man schrieb das Jahr 1880. Wilhelm I., der deutsche Kaiser und König von Preußen, war 83 Jahre alt, als ein junger Mann mit seiner Familie nach Berlin kam.

So wie er, kamen viele Menschen in die junge Metropole, um hier ihr Glück zu machen. Doch dieser junge Mann war keiner der unzähligen Namenlosen, die die Not auf dem Lande ins aufstrebende Berlin trieb. Es war der Warenhausbesitzer und Pferdehändler Caesar Behrendt aus Stubent in Westpreußen!

Caesar Behrendt war unternehmungslustig. So unternehmungslustig wie die Stadt Berlin, die zu der Zeit aus allen Nähten platzte.

Überall wurde gebaut, denn die Wohnungsnot war groß. Die Industrie wuchs explosionsartig, und ihr Bedarf an Grundstücken war kaum zu befriedigen.

Rathenau ließ das erste Elektrizitäts-Werk bauen: die AEG. Und am Haus Lothringer Straße 16 prangte neben dem Eingang ein neues Email-Schild mit der Aufschrift: Caesar Behrendt, Makler.

Eine Firma wird gegründet

Caesars Sohn, der ebenfalls Caesar Behrendt hieß, arbeitete im väterlichen Unternehmen mit.

Am 21. April 1888 gründete der jüngere Caesar Behrendt die Immobilienfirma A.C. Behrendt, die heute auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurückblicken kann.

Übrigens, das Gründungsdatum lieferte gleich zwei Anlässe zum feiern: Caesar hatte sein eigenes Gewerbe angemeldet und sein Sohn Artur Caesar feierte an diesem Tag seinen siebten Geburtstag.

Mit dem Tod von Kaiser Wilhelm I. ging im Jahr 1888 – dem „Drei-Kaiser-Jahr“ – auch eine Epoche zu Ende. Kaiser Friedrich III. starb nach nur 99-tägiger Regierungszeit und „unser herrlicher junger Kaiser“, Wilhelm II. wurde noch im selben Jahr gekrönt. Bismarcks Amtszeit sollte nur noch zwei Jahre dauern.

Die „neue Zeit“ ist da

Derweil bastelte Lilienthal in der vornehmen Villenkolonie Lichterfelde an seinen Flugmaschienen, die Berliner Briefträger protestierten gegen ihre 14-stündige Arbeitszeit, Köchinnen wollten nur noch zu „Herrschaft mit Wasserleitung“ in Dienst gehen und das Streckennetz der ersten elektrischen Straßenbahn der Welt wurde bereits zum zweiten Mal ausgebaut.

Die „neue Zeit“ war da

Und die junge Firma A.C. Behrendt mischte kräftig mit. Schon 1897 musste man in ein größeres Büro umziehen – in die „City“ in die Oranienstraße.

Einerseits blühendes kulturelles Leben – andererseits technischer Fortschritt: Während Josef Kainz und Eleonore Duse die Berliner mit ihren Auftritten im Deutschen Theater begeisterten, wurde auch das erste Automobil der Stadt zugelassen.

Artur Caesar Behrendt hatte ein Gespür für die Zeichen der Zeit und zog in den „feinen Westen“ um.

Im Jahr 1890 eröffnete er sein Büro in der Grollmannstraße 15 und wurde Mitglied im „Verein junger Kaufleute von Berlin“.

Die Firma hatte sich etabliert.

Seriosität und Zuverlässigkeit
in der 5. Generation

Auch Alexander Casear Behrendt, der heutige Firmeninhaber, hatte ursprünglich nicht vor, in das väterliche Unternehmen einzutreten. Erst eine Erkrankung seines Vaters bewog ihn, nach achtjähriger Berufstätigkeit in einer anderen Immobilienfirma, seine Meinung zu ändern. So trat er am 1. Oktober 1987 als Teilhaber in die Geschäftsleitung ein.

Sein Vater Wolfgang A. C. Behrendt, der neben ihm Geschäftsführer blieb, war auch weiterhin Handelsrichter beim Landgericht Berlin, 1. Vorsitzender beim Verein Berliner Immobilien-Börse e.V. und ehrenamtlicher Gutachter beim Gutachterausschuß für Grundstückswerte in Berlin.

Als am 1. Oktober 1988 das 100-jährige Jubiläum gefeiert wurde, leitete der Vater das Unternehmen seit 42 Jahren.

Durch den Brand am 16. Dezember 1989 im Haus Kurfürstendamm 185 wurden wir gezwungen, uns ein Domizil zu suchen.

Wir fanden es in der Landshuter Straße 1 in Schöneberg.

Die Tatsache, dass bei dem Brand die gesamten Geschäftsunterlagen und viele Erinnerungen an die langjährige Firmengeschichte zerstört wurden, traf besonders den Senior-Chef.

Wenige Monate nach dem Brand, am 02. April 1990, starb er. Trotz des Schmerzes über seinen Tod wird das Familienunternehmen mit vollem Elan weitergeführt.

Neue Zeiten bringen neue Aufgaben

Auch die 5. Generation des Hauses Behrendt ist Mitglied im RDM.

Die Zugehörigkeit zum Verband wird Alexander Caesar Behrendt 1982 mit dieser Urkunde bestätigt. Er ist Mitglied des Vorstandes und arbeitet heute unter anderem im Wettbewerbsausschuß.

In fünfter Generation führt er nun das Geschäft fort und sieht die Wahrung des seriösen Rufs des Unternehmens als eine der wichtigsten Investition in die Zukunft.

In einer schnelllebigen Zeit mit vielen Veränderungen seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990, mit großen Bauvorhaben und internationalen Firmen, die nach Berlin drängen, gibt es auch weiterhin viele Aufgaben für ein erfahrenes und seriöses Immobilienunternehmen. 

Wir werden uns ihnen stellen, nach dem Motto:

Aus Tradition der Zukunft verpflichtet!

Caesar Behrendt

Artur Caesar Behrendt

Artur Caesar Behrendt junior

Wolfgang A. C. Behrendt

Alexander Caesar Behrendt

Aus Tradition der Zukunft verpflichtet!

Seit 129 Jahren verkaufen, vermitteln und verwalten wir erfolgreich in Berlin & Umgebung